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Katastrophenvorsorge in Bangladesch: Interview mit dem Länderreferenten

Herr Wiemann, Sie sind im Januar 2012 im Projektgebiet gewesen. Wie war Ihr Eindruck von der aktuellen Situation in Bangladesch? Die Fluten sind inzwischen fast vollständig zurückgegangen, so dass die Menschen in ihre Siedlungen zurückkehren konnten. Die Schäden an den Häusern sind zumindest provisorisch behoben und die verteilten Hilfsgüter erleichtern den Betroffenen zusätzlich die Rückkehr in ihren Alltag. Problematisch ist, dass nach wie vor zahlreiche Ackerflächen noch nicht wieder nutzbar sind. So ist die nächste Ernte im Mai des Jahres bedroht. Im Projektgebiet herrscht teilweise bittere Armut. Viele Menschen besitzen nur das Allernotwendigste. Trotzdem habe ich viele sehr freundliche, offene, und aufmerksame Menschen erlebt. Das hat mich beeindruckt.

Werden Sie Pate für das Projekt in Bangladesch

Wurde die Arbeit in den Gemeinden in den Bereichen Gesundheit und Katastrophenvorsorge inzwischen wieder aufgenommen? Ja, wir sind aktuell in 18 Dörfern tätig. Gemeinsam mit den Bewohnern analysieren wir, was im Falle eines Sturms oder einer Überschwemmung problematisch ist: Wer kümmert sich zum Beispiel um ältere und kranke Menschen, die sich nicht selbst in Sicherheit bringen können? Welcher Platz im Dorf ist höher gelegen und bietet Schutz vor den Fluten? Die Dorfbewohner sollen die Gefahren erkennen lernen und wissen, was zu tun ist. Dieses Wissen kann Leben retten. Weitere Maßnahmen der Katastrophenvorsorge werden folgen. Herr Dr. Klose, Sie sind Referent für Katastrophenvorsorge. Das DRK hat ein spezielles Programm zur Vorbereitung auf zukünftige Katastrophen erarbeitet, welches in verschiedenen Ländern der Welt umgesetzt wird. Worum geht es dabei konkret? Das Programm wendet sich grundsätzlich immer an zwei Zielgruppen: die lokalen Rotkreuz- bzw. Rothalbmondmitarbeiter und die Menschen, die in den gefährdeten Gemeinden leben. Das DRK berät die Kollegen vor Ort und koordiniert die Arbeit zu Beginn, damit diese das Programm dann eigenverantwortlich durchführen können. Am Anfang steht die Analyse der Risiken: Welche gibt es (z.B. Überschwemmungen, Erdbeben) und welche Folgen hat das für die Menschen? Was wurde bisher getan, wenn die Katastrophe eintrat und welche Maßnahmen haben sich in diesen Fällen bewährt? Zu Beginn dieses Prozesses wird auch der Bedarf an freiwilligen Helfern festgelegt und ein Schulungsplan für die Ehrenamtlichen erstellt. Anschließend wird die individuelle Situation der Gemeinden analysiert. Darauf aufbauend wird zusammen mit der Bevölkerung ein konkreter Plan für jedes einzelne Dorf entwickelt, der vorbeugende und vorbereitende Maßnahmen im Hinblick auf zukünftige Katastrophen enthält. Zur Vorbeugung gehören unter anderem Aufklärungsveranstaltungen im Bereich Gesundheit/Hygiene und in Erster Hilfe sowie die Gründung von Gemeindegruppen. In den Gruppen finden sich engagierte Freiwillige zusammen, die im Katastrophenfall die ersten Ansprechpartner sind, z.B. warnen sie die Bevölkerung per Megaphon, helfen den Menschen, ihre Häuser zu befestigen und begleiten notwendige Evakuierungen. Sie leisten Erste Hilfe, betreuen Verletzte und Bedürftige und führen regelmäßige Katastrophenschutzübungen durch. Welche der beschriebenen Maßnahmen sind für das DRK-Patenprojekt Bangladesch vorgesehen? Nach der noch laufenden Analyse mit den Kollegen vom Roten Halbmond wird in den einzelnen Gemeinden gerade der individuelle Bedarf an Unterstützung ermittelt. Ein Schwerpunkt wird sicher im Bereich der Aufklärung zu Fragen der Gesundheit und Hygiene liegen, sowie in der Vermittlung von Erste Hilfe Kenntnissen. In den vorhandenen Gesundheitszentren haben wir ausgebildete Fachkräfte, die dieses Wissen vermitteln können. Ein weiteres wichtiges Thema ist, wie die Menschen ihr Hab und Gut vor den Fluten schützen können: Welche Papiere sollte ich mitnehmen? Wie kann ich Vorräte so verpacken und lagern, dass sie keinen Schaden nehmen? Wie kann ich mein Haus befestigen? Diese und ähnliche Fragen werden direkt vor Ort in den Dörfern besprochen und trainiert. Herr Wiemann, wie ist Ihre persönliche Bilanz nach dem Besuch? Die Menschen in Bangladesch benötigen dringend weiterhin die Hilfe des Roten Kreuzes. Schon bei der Überflutung im August letzten Jahres hat sich gezeigt, dass Aufklärungs- und Schulungsmaßnahmen erste Früchte tragen. Es lohnt sich, sich für diese Arbeit zu engagieren! Ich freue mich über jede Spende, die uns hilft, dieses Projekt umzusetzen!
Das Interview führte Antje Brack Weiter lesen

Mittwoch, 17.04.2013, 06:03

„Mein Einsatz für Aidswaisen hilft meinem ganzen Dorf“

Seit neun Jahren engagiert sich Lirda Davide Mondlane freiwillig beim Mosambikanischen Roten Kreuz. Augenblicklich unterstützt sie ein Aidswaisen-Projekt in der Provinz Tete, im Norden des Landes.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz werden dort unterstützende Angebote für Waisenkinder aufgebaut: In den sogenannten Kinderclubs bekommen die Kinder eine pädagogische Betreuung. Dabei steht die Freizeitgestaltung im Vordergrund. Es wird aber auch Wissen vermittelt, zum Beispiel kunsthandwerkliches Arbeiten und Schneidern. Daneben gibt es noch individuelle Hilfen für die Waisenkinder. Diese Aufgabe hat Lirda Davide Mondlane übernommen. Über ihren Einsatz sagt sie: Ich bin 37 Jahre alt, verheiratet und habe vier Kinder. Mein Mann ist Bauer, wir leben also von der Landwirtschaft. Ich engagiere mich freiwillig für das Rote Kreuz, weil mich die Idee dahinter überzeugt: Leben zu retten und Not zu lindern. Zusammen mit anderen Freiwilligen kümmere ich mich um die Waisenkinder in meinem Dorf. An zwei Tagen in der Woche besuche ich die Familien, in denen die Kinder untergebracht sind. Diesen Kindern zu helfen und damit einen Beitrag zu leisten, um ihr Leben zu verbessern, ist für mich eine sehr befriedigende Aufgabe.

Werden Sie Pate für dieses Projekt!

Bei meinen Besuchen prüfe ich den Gesundheitszustand der Waisenkinder und wir reden darüber, wie sie sich durch einfache hygienische Maßnahmen gesund erhalten können. Auch HIV-Infektionen und AIDS spreche ich offen an, um ein Bewusstsein für die Erkrankung zu schaffen und zu zeigen, wie man sich schützen kann. Ich erkundige mich danach, wie es in der Schule läuft und manchmal nehme ich an den Aktivitäten des „Kinderclubs“ teil – wir organisieren verschiedene Veranstaltungen, z.B. lesen wir den Kindern Bücher vor, wir singen, tanzen und spielen mit ihnen. Mit meinen Besuchen möchte ich auch erreichen, dass die Familien sich langfristig gut um die Waisenkinder kümmern können und wissen, worauf es dabei ankommt. Mit meiner Arbeit möchte ich den anderen Dorfbewohnern zeigen, dass ich Verantwortung übernehme und mir das Wohlergehen der Kinder sehr wichtig ist. Vielleicht fühlen sich dadurch andere auch motiviert zu helfen. Ich freue mich sehr, dass es in Deutschland Paten für unsere Aidswaisen gibt, die durch ihre Spenden Verantwortung übernehmen und den Kindern damit neuen Lebensmut geben! Ihnen allen ganz herzlichen Dank! Weiter lesen

Montag, 18.03.2013, 02:03

Peru: Humanitäre Hilfe zur Linderung der Folgen des Erdbebens in Ica

Am 30. Januar 2012 erschütterte ein Beben der Stärke 6,2 das peruanische Department Ica südlich von Lima. Als Folge zerbarst die Hauptabwasserleitung der Stadt Ica. Die austretenden Abwässer überschwemmten die Häuser der anliegenden Wohnviertel.

In dem Projekt in der städtischen Region Ica in Peru geht es um die Verhinderung des Ausbruchs von Epidemien und von durch Wasser übertragene Krankheiten durch die Sicherstellung adäquater Sanitärbedingungen. Um dies zu erreichen, versorgt das DRK die Bevölkerung mit Trinkwasser mittels eines Tankwagens. Außerdem erhalten 1.400 Familien verschließbare 20-Liter-Wasserbehälter, Hygiene-Kits sowie Desinfektionsmittel. Freiwilligen-Teams des Roten Kreuzes unterstützen die Aufklärungskampagnen des Gesundheitsministeriums, um die Bevölkerung zum äußerst sparsamen Umgang mit Wasser anzuhalten und über Hygienemaßnahmen zu informieren. Das Projekt läuft bis zum 26. August 2012 und hat ein Volumen von 86.417 Euro. Davon wer-den 77.775 Euro vom Auswärtigen Amt gestellt. Weiter lesen

Freitag, 17.08.2012, 12:03

Peru: Nothilfe für Opfer der Überschwemmungen am Amazonas

Schwere Überschwemmungen haben während der letzten Monate in der gesamten Amazonasregion in Südamerika Menschen obdachlos werden lassen und ihnen ihre Lebensgrundlage genommen.

In dem Projekt in der Region um die Stadt Iquitos im Norden Perus im Amazonasgebiet geht es um die Verbesserung der Sanitär- und Wohnbedingungen für die Überschwemmungsopfer, die in Notunterkünfte evakuiert werden mussten. Außerdem soll der Ausbruch von Epidemien und durch Wasser übertragene Krankheiten verhindert werden. Um dies zu erreichen werden an 1.000 Familien in Notunterkünften Hygiene- und Reinigungsartikel, verschließbare Wassereimer und Chlortabletten zur Wasserdesinfizierung, sowie Decken und Matratzen verteilt. Um dem Ausbruch von Malaria durch die zu erwartende verstärkte Moskito-Plage vorzubeugen, werden außerdem Moskitonetze an die Familien ausgehändigt. Darüber hinaus werden Freiwilligen-Teams des Roten Kreuzes Hygiene-Aufklärungskampagnen unter den Betroffenen durchführen. Das Projekt läuft bis zum 23.07.2012 und hat ein Volumen von 143.800 Euro. Davon werden 129.420 Euro vom Auswärtigen Amt gestellt. Weiter lesen

Samstag, 18.08.2012, 01:03

DRK versorgt 10.000 Kinder in Syrien mit Milch

BERLIN Das Deutsche Rote Kreuz wird in den kommenden Wochen Milchpulver für 10.000 Kinder in Syrien bereitstellen. Mit dieser Hilfe können Kinder drei bis vier Wochen lang mit Milch versorgt werden. Das Milchpulver im Wert von 50.000 Euro wird in der Region beschafft und von Mitarbeitern des Syrischen Roten Halbmondes verteilt. Die Hilfe ist möglich dank finanzieller Unterstützung vom deutschen Auswärtigen Amt.

In Syrien leiden insbesondere Kinder unter den steigenden Lebensmittelpreisen und dem Mangel am Notwendigsten. Der Preis von Milch hat sich in den Unruhegebieten vervierfacht.

„Wir arbeiten eng mit unserer Schwesterorganisation, dem Syrischen Roten Halbmond, zusammen“, sagte DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters auf einer Pressekonferenz in Berlin. „Über die mutigen Mitarbeiter des Roten Halbmondes hat das Deutsche Rote Kreuz bereits Decken, Lebensmittel, Matratzen und Hygienepakete an 30.000 Menschen verteilen können.“

Seiters wiederholte auch seinen Appell an die Konfliktparteien, den Helfern freien Zugang zu den Krisenregionen zu gewährleisten.

Innerhalb Syriens sind hunderttausende Menschen auf der Flucht. Wie viele es genau sind, weiß niemand. Aber der Syrische Rote Halbmond geht von 250.000 bis 500.000 Flüchtlinge aus, allein innerhalb Syriens.
 
Die aktuelle Milchpulverlieferung ist möglich dank finanzieller Unterstützung vom deutschen Auswärtigen Amt. Für weitere humanitäre Hilfe in Syrien ist das DRK dringend auf Spenden angewiesen.

Spendenkonto: 41 41 41 Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 370 205 00
Stichwort: Flüchtlingshilfe
Online-Spende: www.DRK.de/onlinespende

Ansprechpartner
DRK-Pressestelle

Dr. Dieter Schütz
Tel. 030 85404 158
schuetz@drk.de

Fredrik Barkenhammar
Tel. 030-85404 155
barkenhf@drk.de

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Dienstag, 14.08.2012, 09:03

Mobile Gesundheitsstationen im Süden Pakistans

Schon vor den Monsunfluten 2010 und 2011 war die medizinische Versorgung der Menschen im südlichen Pakistan schwierig. Die Situation verschlechterte sich durch die beiden Katastrophen noch. Mit Unterstützung des deutschen Auswärtigen Amtes leistete das DRK umfassende Nothilfe, unter anderem mit mobilen Gesundheitsstationen.

Seit Stunden schon misst Dr. Mohammad Iqbal Puls und Blutdruck, lässt sich Krankengeschichten erzählen und macht Notizen. Seit Stunden schon sitzt er unter einem Baum an einem Tisch. Um ihn herum Patienten, die meisten kommen aus dem Dorf Ahmat Sarjo im Süden Pakistans, in der Provinz Sindh. Dr. Iqbal gehörte zum Ärzteteam des Deutsches Roten Kreuzes. Wähernd der zweiten großen Flut im Sommer 2011 hatte das DRK die medizinische Versorgung von über 120 Dörfern im südlichen Katastrophengebiet übernommen. Unterstützt wurde die Organisation dabei vom deutschen Auswärtigen Amt. Auch Rano Takhro wartet unter dem Baum vor dem Tisch des Arztes. Auf dem Arm hat er seinen jüngsten Sohn. Der Dreijährige leidet an einer Hirnkrankheit. „Immer wieder geht es ihm schlecht und ich weiß nicht, was ich tun soll.“ Unbeweglich blickt der Junge aus dem Tuch, in dem ihn sein Vater trägt. Erst als Dr. Iqbal anfängt ihn abzuhören, fängt er an zu weinen. „Er ist sehr berührungsempfindlich und hat Fieber“. Wir können ihm jetzt kurzfristig helfen, aber langfristig muss er in ein Krankenhaus. Die Krankheit könnte sein Hirn bereits stark geschädigt haben. Das ist aber etwas, was wir hier natürlich nicht behandeln können“. Das nächste Krankenhaus, mit entsprechenden Spezialisten ist in Karachi, der Hauptstadt der Provinz Sindh. Für Vater und Sohn bedeutet das eine Reise von einem Tag und Kosten von rund 2.000 Rupien, rund 15 Euro. „Geld, das die Menschen hier natürlich nicht haben“. Die Einkünfte der Menschen in der Provinz Sindh sind oftmals knapp, viele leben unter dem Existenzminimum. Und das nicht erst seit den Fluten. Wie alle anderen war auch Takhros Familie unmittelbar von der Flut betroffen. „Als das Wasser kam, konnten wir ein paar Habseeligkeiten mitnehmen, alles andere haben wir verloren“. Rano Takhro ist Bauer. Er züchtete Vieh und bestellte ein Stück Ackerland – wie die meisten Dorfbewohner von Ahmat Sarjo. Nach der Jahrhundertflut 2010 mussten sie bereits schon einmal von vorne angefangen, dann kam der nächste Sommer, der nächste Monsun und mit ihm die nächste Flut. „Jetzt stehen wir wieder vor dem Nichts". Das deutsche Auswärtige Amt reagierte schnell: 80.000 Euro hatte das Auswärtige Amt dem Roten Kreuz für seine Nothilfemaßnahmen in Pakistan zur Verfügung gestellt. Davon wurden 450 Familien mit Decken, Moskitonetzen, Planen, Hygienesets und Haushaltsgegenständen versorgt und der Einsatz der beiden MHUs, der mobilen Gesundheitsstationen, ermöglicht. Die MHUs bieten nicht nur kostenlose Untersuchungen – für Männer und Frauen getrennt – sondern stellen auch die benötigten Medikamente zur Verfügung. Die MHUs waren über drei Monate jeden Tag unterwegs im Distrikt Thatta. Über 120 Ortschaften wurden auf ihrer Route regelmäßig besucht. Rund 16.000 Menschen konnten so untersucht und behandelt werden. Die häufigsten Krankheiten waren, so die Ärzte der Station, Durchfall- und Hautkrankheiten durch verunreinigtes Wasser, Allergien, schlecht heilende Wunden, Virusinfektionen und Tropenkrankheiten wie Malaria oder Denguefieber. „Viele dieser Krankheiten sind nicht nur sehr leicht zu behandeln sondern auch einfach zu vermeiden. Aus diesem Grund organisieren wir immer auch Schulungen in Sachen Hygiene und Gesundheitsvorsorge“, betont Dr. Aneela Khan. Sie ist Koordinatorin der DRK-Gesundheitsprojekte im Sindh. Mehrfach am Tag führten Mitarbeiter und Freiwillige des Deutsche Roten Kreuzes und seiner Partnerorganisation, des Pakistanischen Roten Halbmondes, spielerische Schulungen für die Dorfgemeinschaften zum Thema Hygiene, Essenszubereitung und Schutz vor Krankheiten durch. Dr. Aneela und ihr Team hoffen, damit auch längerfristig die Gesundheit der Menschen in den Flutgebieten zu verbessert zu haben. Eine Verletzung, mit der die Ärzte und Mitarbeiter immer wieder zu tun hatten, war allerdings nicht so leicht zu heilen: die psychischen Wunden. Betroffen davon waren und sind vor allem Kinder. Im Rahmen der MHUs finden deshalb auch immer Aktivitäten für Flutbetroffene Kinder statt. Freiwillige aus den Dörfern spielen und Basteln mit ihnen. „Damit wollen wir ihnen helfen, wenigstens kurzzeitig ihre Erlebnisse aus den beiden vergangenen Sommern zu vergessen“, sagt Dr. Aneela Khan. Gunnar Rechenburg Weiter lesen

Dienstag, 24.04.2012, 11:53

Weltmalariatag, 25. April: Zahl der Malariaerkrankungen in den letzten zehn Jahren halbiert

Zwischen einer halben Million und einer Million Menschen sterben jedes Jahr an Malaria, die Mehrzahl davon sind Kinder unter fünf Jahren. Und das, obwohl die Krankheit bekämpft werden kann. Das Rote Kreuz setzt sich ein ehrgeiziges Ziel: Null Todesopfer pro Jahr.

In den letzten Jahren zeigt der Kampf gegen Malaria immer mehr Erfolge. Seit dem Jahr 2000 ist die Anzahl der Infektionen um über 50 Prozent zurückgegangen: 216 Millionen Erkrankungen im Jahr 2010, verglichen mit bis zu 500 Millionen Erkrankungen im Jahr 2000. Der Erfolg ist nicht zuletzt auf die Verteilung von Moskitonetzen und die Überprüfung, dass sie richtig eingesetzt werden, zurückzuführen.

„Es reicht nicht, einer Familie ein hochwertiges Moskitonetz in die Hand zu drücken. Es muss Menschen geben, die zu den Familien nach Hause gehen und ihnen zeigen, wie sie die Netze richtig verwenden“, sagt Dr. Christiane Haas vom Deutschen Roten Kreuz.

Bei Projektauswertungen hat sich herausgestellt, dass in den Fällen, wo freiwillige Helfer der Familie gezeigt haben, wie die Netze aufzuhängen und zu verwenden sind, deren Nutzung um 23 Prozent steigt.

Das Rote Kreuz verteilt jedes Jahr hunderttausende speziell mit Insektiziden behandelte Moskitonetze. Für 10 Euro kann das Rote Kreuz ein imprägniertes Moskitonetz kaufen, verteilen und der Familie erklären, wie es zu benutzen ist.

Das DRK bittet um Spenden für die Malariahilfe:

Spendenkonto: 41 41 41
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 370 205 00
Stichwort: Malaria
Online-Spende: www.drk.de/spende

Ansprechpartner
DRK-Pressestelle

Dr. Dieter Schütz
Tel. 030 85404 158
schuetz@drk.de

Fredrik Barkenhammar
Tel. 030 85 404 155
barkenhf@drk.de

Stephanie Krone
Tel. 030 85404 161
krones@drk.de

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Dienstag, 24.04.2012, 11:01

Erdbeben in Sumatra, DRK bietet Indonesien Hilfe an


Nach dem schweren Erdbeben in Indonesien hat das Deutsche Rote Kreuz unmittelbar seiner indonesischen Schwesterorganisation Hilfe angeboten. Das DRK steht mit mobilen Trinkwasseranlagen und Gesundheitsstationen bereit, sollte Hilfe angefordert werden. Bisher scheint aber keine ausländische Hilfe notwendig zu sein.

Erhard Bauer leitet die DRK-Delegation in Indonesien:
„Zur Zeit sieht es nicht so aus, als wäre großer Schaden entstanden“, sagt er aus Jakarta. „Aber bei Bedarf stehen wir natürlich bereit.“

Indonesien ist eines der erdbebengefährdetsten Länder der Welt. Deswegen hat das Deutsche Rote Kreuz ständig Personal vor Ort, das mit dem Indonesischen Roten Kreuz eng zusammen arbeitet. So kann im Ernstfall schnell und unbürokratisch reagiert werden.

Zusammen mit dem Indonesischen Roten Kreuz stärkt das DRK auch den lokalen Katastrophenschutz und bereitet seit Jahren Menschen auf Naturkatastrophen vor.

„Das Erdbeben ereignete sich am Nachmittag, viele waren bei der Arbeit. Viele Menschen konnten sich gut informieren und haben auch sofort auf die Tsunamiwarnung reagiert“, sagt Erhard Bauer.

Das Deutsche Rote Kreuz leistet Hilfe nach Naturkatastrophen und anderen Notlagen überall auf der Welt und ist für seine Arbeit auf Spenden angewiesen.

Spendenkonto: 41 41 41 Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 370 205 00
Stichwort: Soforthilfe
Online-Spende: www.DRK.de/onlinespende

Ansprechpartner
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Fredrik Barkenhammar
Tel. 030 85 404 155
barkenhf@drk.de

Dr. Dieter Schütz
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Mittwoch, 11.04.2012, 15:42

Weltgesundheitstag, 7. April:Vor allem Frauen und Kinder leiden unter unzureichender Gesundheitsversorgung

Besonders Frauen und Kinder leiden weltweit unter unzureichender medizinischer Grundversorgung. Über 350.000 Frauen sterben jedes Jahr während der Geburt eines Kindes, 99 Prozent davon in Entwicklungsländern. 8,8 Millionen Kinder sterben jährlich vor ihrem fünften Geburtstag. Zwei Drittel dieser Todesfälle wären durch einfache medizinische Versorgung vermeidbar.

Viele Frauen in Entwicklungsländern werden nicht ein einziges Mal während ihrer Schwangerschaft von einer Hebamme oder Krankenschwester untersucht. 60 Millionen Geburten jährlich finden ohne qualifizierte Geburtshilfe statt. Das Deutsche Rote Kreuz fordert daher, dass jede schwangere Frau auf der Welt Möglichkeit zu grundlegender Vorsorge bekommt.

„Wir teilen die Ansicht der Weltgesundheitsorganisation, dass grundlegende Gesundheitsversorgung ein Menschenrecht ist“, sagt DRK-Generalsekretär Clemens Graf von Waldburg-Zeil.

Bei Kindern unter fünf ist die häufigste Todesursache Durchfall, der in der Regel auf verschmutztes Wasser zurück zu führen ist. Lungenentzündung ist die zweithäufigste Todesursache.

Die Bundesrepublik Deutschland hat bisher ihr selbstgesetztes Ziel nicht erreicht, 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Entwicklungszusammenarbeit zu investieren. Das DRK erinnert daran, dass dieses Ziel ernst genommen werden muss. Das DRK erinnert gleichzeitig daran, dass es wichtig ist, wie das Geld eingesetzt wird. Clemens Graf von Waldburg-Zeil:

„Wir müssen die Entwicklungsländer unterstützen, eine flächendeckende medizinische Versorgungs-Struktur zu schaffen. Zu einem Preis, den sich alle leisten können. Die Nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften spielen hier eine wichtige Rolle. Mit diesen Netzwerken können die entlegendsten ländlichen Regionen erreicht werden.“

Das Rote Kreuz, oder der Rote Halbmond, ist in 187 Ländern der Welt die staatlich anerkannte nationale Hilfsgesellschaft. Sie verfügt über ein Netzwerk mit schätzungsweise 100 Millionen freiwilligen Helfern.

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Freitag, 06.04.2012, 10:32

DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters beim Papst

Berlin, 4. April 2012
20/12

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Dr. Rudolf Seiters, hat vom 2. bis 5. April 2012 Gespräche im Vatikan über die weltweite humanitäre Hilfe angesichts von Naturkatastrophen und Armut und der besonderen Situation in Krisengebieten geführt. Dabei ging es auch um die Zusammenarbeit des DRK mit den beiden kirchlichen Organisationen Caritas und Diakonie sowie die besonderen Beziehungen des DRK mit den Nationalen Hilfsgesellschaften des Roten Halbmonds.

„Die Zusammenarbeit zwischen Rotem Kreuz und den Gesellschaften des Roten Halbmondes funktioniert sehr gut. Wir wünschen uns, dass sich die internationalen Hilfsorganisationen unabhängig von der religiösen Einstellung gegenseitig weltweit unterstützen. Im Mittelpunkt muss die Hilfe für den Menschen stehen“, sagte DRK-Präsident Dr. Seiters nach den Gesprächen im Vatikan.

Gesprächspartner waren unter anderem Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone, der Präsident des Päpstlichen Rates Cor Unum (vatikanischer „Entwicklungsminister“), Kardinal Sarah sowie der ehemalige Apostolische Nuntius in Berlin, Kardinal Giovanni Lajolo.

Den Abschluss der Gespräche bildete eine Zusammenkunft mit Papst Benedikt XVI.

Das DRK ist derzeit mit Projekten in rund 50 Ländern der Welt tätig.

Auf Wunsch stellen wir den Redaktionen gerne ein Foto von der Zusammenkunft mit dem Papst zur Verfügung.

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Mittwoch, 04.04.2012, 15:50