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Die Ausbildung zum Rettungshund / -eführer

Die Ausbildung.
Foto: M. Wilhelm

Diese Ausbildung kostet nichts. Sie ist aber nicht umsonst. Es gehört viel Idealismus, Freizeit und körperliche Fitness dazu um den Hund und Dich zum RH bzw. zum RHF auszubilden.
"Glaub mir, das ist nicht gerade wenig Zeit, die für die Ausbildung draufgeht.
Deine Arbeit ist eine ehrenamtliche Arbeit beim Deutschen Roten Kreuz, Du wirst also auch nichts daran verdienen, auch nicht an Einsätzen im In- und Ausland." Rettungshundeführer/innen werden ausgebildet mit ihrem Hund Menschen zu finden und medizinische Hilfe zu leisten. Ausgeprägter Teamgeist zwischen Menschen und zwischen Mensch und Hund ist Grundvoraussetzung jeder RH -ausbildung und -arbeit. Die Ausbildung dauert ein bis zwei Jahre und findet bei uns zwei mal in der Woche unter realistischen Bedingungen statt.
Das heißt egal ob es regnet, schneit, hagelt oder 35 Grad im Schatten hat, ob es Tag oder Nacht ist, es wird trainiert, denn die Einsätze kann man sich nicht aussuchen. Spätestens bei richtig miesem Wetter trennt sich die Spreu vom Weizen und nur diejenigen, die es wirklich ernst meinen bleiben dabei.
Die Ausbildung und Prüfung erfolgt nach den Richtlinien des Deutschen Roten Kreuzes und muss jährlich wiederholt werden. Geeignet zur Ausbildung sind mittelgroße Hunde, die belastbar sind, Mut und Härte beweisen, damit sie Streßsituationen bestehen.

Die Ausbildung des Hundes erstreckt sich auf die Bereiche

  1. Förderung und Festigung des Suchinstinktes
  2. Gehorsam
  3. Führigkeit auf Distanz und unter starker Ablenkung
  4. Gewöhnung an schwierige Situationen wie z.B. Fortbewegung auf schwankendemUntergrund
  5. Kletter- und Kriechübungen
  6. Begehen dunkler Räume und Röhren mit und ohne Hundeführer/in
  7. Anzeigeübungen, immer und immer wieder

Die Ausbildung des Hundeführers umfaßt Kenntnisse in den Bereichen

  1. Erste Hilfe am Menschen und Hund
  2. Kenntnisse in der Einsatztaktik, Karten- und Kompaßkunde
  3. Trümmerkunde und Bergung
  4. Kenntnisse in der Kynologie
  5. Von den Hundeführer/Innen wird eine gute physische undpsychische Verfassung erwartet.
  6. ...

Der Grundstock für die Ausbildung des Hundes wird im Idealfall schon im Welpenalter mit 8-10 Wochen gelegt. So lernt der junge Vierbeiner spielerisch seine Aufgaben kennen. Der ausgebildete Suchhund zeigt sich konditionsstark, wesensfest, sicher, ruhig und sehr menschenfreundlich.
Bevor ein Hund als Rettungshund eingesetzt wird, muss er die Eignungsprüfung sowie eine Rettungshundeprüfung nach der Prüfungsordnung des DRK bestanden haben. Auch ältere Hunde können mit der Ausbildung beginnen.

Ausbildungsinhalte

  1. Gerätearbeit
    • Geländegängigkeit
    • Begehen von glatten und beweglichen Untergründen, zum Beispiel Schutt, Geröll, Blech, Gitterrosten, Glas...
    • Begehen von Leitern (waagerecht und schräg).
    • durchkriechen von Röhren; überqueren einer Wippe.
  2. Gehorsamsarbeit
    • Fußgehen angeleint und frei;
    • Sitz;
    • Platz;
    • Heranrufen des Hundes;
    • Ablegen unter Ablenkung;
    • Voraussenden...
  3. Anzeigeübungen
    • Sucharbeit in der Fläche oder in den Trümmern